Donnerstag, 2. August 2007

Feine Ironie - Die gute Seele...

Freundschaftsspiel 1. FC Köln - Bayern München; so war's vereinbart als Teil der Ablöse für Podolski...die Domstädter schlagen die Bayern mit 3:1...und feiern den Sieg schon als Aufstieg, obwohl die Bayern mit ihrer B-Mannschaft angetreten sind...der Kölner Stadtanzeiger hat dazu mit feiner Ironie einen Kommentar verfaßt, wie ihn vielleicht nur Kölner abliefern können (aber nur Kölner, die durchblicken!):

Vom Gastspiel des FC Bayern München in Köln haben sich - und darin lag wohl der Grund für manches Missverständnis - viele Leute in erster Linie eine Art spannendes Fußball-Spiel versprochen. Das ist, vier Tage vor dem ersten Pflichtspiel, natürlich ein Annahme-Irrtum.
Das Team des FC Bayern, das für Fußball zuständig ist, schaut in Köln erst wieder vorbei, wenn es die Liga-Zugehörigkeit oder ein günstiges Los im DFB-Pokal verlangen. Ansonsten verfahren die Münchner mit ihrem Kader so, wie es große Zirkusse, Show-Truppen oder die Harlem Globetrotters tun: für jeden Anlass eine eigene Abteilung. Bei den Bayern gibt es das Aufgebot für große Aufgaben - das kommt dann in der Champions League zum Zuge; es gibt die Alltags-Combo, die für das Schwarzbrot in der Bundesliga zuständig ist, und es gibt ein Team im Dress des FC Bayern, das ohne weitere Ambition für volle Stadien und hübsch anzusehende Gaudi sorgt. Im Übrigen gibt es Mischformen, die jedem Gegner genau das bescheren, was er gerade braucht: Das eine Team zeigt dann im Liga-Pokal den Konkurrenten Werder Bremen, VfB Stuttgart und Schalke 04 die Grenzen auf, das andere Team verliert gegen Zweitligisten wie Borussia Mönchengladbach und den 1. FC Köln und gibt diesen Klubs somit Hoffnung und das Gefühl dazuzugehören. Das ist nett.
Man muss sich den FC Bayern als eine Art gute Seele des deutschen Fußballs vorstellen.

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