Dienstag, 26. März 2013

Pessach - Chag Pessach Sameach!


Das Fest Pessach erinnert an die Knechtschaft der Bne Jisrael (Kinder Israel) in Ägypten sowie an die Befreiung durch G-tt aus dieser Sklaverei unter der Führung von Mosche. Darüber hinaus erinnert es aber auch an die Weigerung des Pharao, das Volk ziehen zu lassen, und die darauf einsetzenden zehn Plagen. Dies alles lesen wir in Schmot 1-15.
Jezijat Mizrajim (der Auszug aus Ägypten) wurde gerade deshalb zum Mittelpunkt jüdischer Geschichte, weil es durch ihn zur Geburt eines freien jüdischen Volkes kam und er eine nationale jüdische Identität ermöglichte. Mehr

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Montag, 25. März 2013

Seder

Am Seder-Abend, dem Auftakt zu Pessach, findet ein längerer häuslicher Familiengottesdienst nach einer genau vorgezeichneten Ordnung (=seder) statt. Die Familie trifft sich zu einem festlichen Essen mit symbolischen Speisen und Erzählungen aus der Bibel. Deshalb liegt an jedem Platz eine Haggadah, ein Büchlein mit den Erzählungen aus der jüdischen Geschichte, meist reich bebildert. Den Abschluss des Abendessens bildet ein symbolischer Nachtisch: ein Stück Mazza, das zuvor beiseite gelegt wurde. Oft verstecken die Kinder, die an der Feier teilnehmen, dieses Stück. Bevor es weitergehen kann, muss es mit einem kleinen Geschenk ausgelöst werden. Mehr

Donnerstag, 21. März 2013

Die sieben Ratschläge von Mevlâna


  1. Sei hilfreich und freigiebig wie ein Fluss
  2. Sei mitleidig und barmherzig wie die Sonne
  3. Sei bedeckend wie die Nacht beim Verschulden anderer Leute
  4. Sei wie ein Toter bei Wucht und Nervosität
  5. Sei bescheiden und schlicht wie die Erde
  6. Sei nachsichtig wie das Meer
  7. Entweder sieh aus, wie du bist oder sei wie du aussiehst


Der Preis der Freiheit


Paris und île de France


Barmherzigkeit


Dienstag, 19. März 2013

Rote Erde

“Rote Erde” ist ein Fußball-Blog aus dem Herzen von Dortmund. Ein großer Schwerpunkt meiner Artikel liegt aus diesem Grund und aufgrund meiner persönlichen Verbundenheit zu diesem Verein daher auf Borussia Dortmund. Neben dem Tagesgeschehen und dem einen oder anderen persönlichen Erlebnis- und Reisebericht wird auch die “offizielle” Vereinspolitik immer mal wieder Thema sein.
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Montag, 18. März 2013

Jüdische Gemeinde Dortmund


Seit der Neugründung der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund nach den Schrecken der NS-Herrschaft befindet sich die Gemeinschaft der jüdischen Mitbürger in Dortmund in ständiger Bewegung und Entwicklung. Bereits im Jahr 1945, nur wenige Monate nach Ende des Zweiten Weltkrieges, feierten 50 zurückkehrende Juden gemeinsam Rosh Hashana, das jüdische Neujahrsfest. Einige kehrten später ihrer alten, durch die Grauen des Holocausts fremd gewordenen Heimat den Rücken zu. Andere entschieden sich zu bleiben. Im Jahre 1956 wurde das heutige Gemeindezentrum mit der Synagoge an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße ihrer Bestimmung übergeben. Wer für sich ein Haus baut, will bleiben. Seitdem war und ist das backsteinerne Gebäude gesellschaftlicher und religiöser Mittelpunkt der jüdischen Bevölkerung Dortmunds.
Weiterhin erfahren Sie hier verschiedenes über die Vergangenheit und die Gegenwart der Gemeinde.

In Erinnerung an Lothar Habermehl - Shalom alechem...

Getauft in Frankfurt, in Auschwitz ermordet
Frankfurter Rundschau 14.1.2013 R6 Mittendrin
von Ursula Rüssmann

Shalom. Wer Lothar Habermehls adrettes Reihenendhaus in Offenbach betritt, dem fällt der Friedensgruß auf der kleinen Steintafel im Flur gleich ins Auge. "Ein Mitbringsel", sagt der 85jährige und lächelt: "Das ist aus dem Originalgestein der Klagemauer in Jerusalem gemacht."

So ein Täfelchen kann eigentlich jeder kaufen, der Jerusalem besucht, aber im Haus der Habermehls wirkt es besonders. Lothar Habermehls Mutter Martha nämlich, evangelische Christin mit jüdischen Wurzeln, wurde 1943 von den Nazis in Frankfurt verhaftet und wenig später in Auschwitz ermordet. Ihr Sohn Lothar war damals 16 Jahre, sein Bruder 14. Die Jungs waren nach den NS-Rassegestzen "Mischlinge ersten Grades" (ihr Vater war Nichtjude), deshalb wurden sie noch im Januar 1945 zu schwerer Zwangsarbeit ins Lager Derenburg geschickt. Shalom: In diesem Haus klingt das, als reichten Opfer die Hand zur Versöhnung.

Das Schicksal von Martha Habermehl, geborene Levy, von Beruf Schauspielerin, und ihrer Familie ist eines von vielen, das die Ausstellung "Getauft, ausgestoßen - und vergessen? Evangelische Christen jüdischer Herkunft 1933-1945" beschreibt. Sie wird am heutigen Montag im Institut für Stadtgeschichte eröffnet, und Lothar Habermehl wird dabei sein. Das Thema ist bisher kaum erforscht, Habermehl gehört zu den wenigen überlebenden Zeitzeugen. Und er kann, obwohl nicht mehr ganz gesund, zum Glück erzählen, was seine Familie mitgemacht hat. Sein Bruder kann es nicht. Er schwiegt bis zum heutigen Tag, seit 70 Jahren.

In der Laubestraße 6 in Sachsenhausen wohnt die Familie Habermehl ab Anfang der 1930er Jahre. Mutter Marth arbeitet zunächst beim Radio Frankfurt, bekommt aber als Jüdin bald ein Berufsverbot. Weil ihre Ehe als Mischehe gilt, muss sie wenigsten keinen Judenstern tragen. In Sicherheit ist sie trotzdem nicht. "Frankfurt wollte judenfrei sein", sagt Lothar Habermehl heute bitter, "hier wurden auch Mischehen angegangen."

Im Februar 1943, da liegt die Taufe von Martha Habermehl in der Lukasgemeinde (der heutigen Maria-Magdalena-Gemeinde) schon fünf Jahre zurück, wird die Frau zur Gestapo in der Lindenstraße geladen. "Sie hat sich nichts dabei gedacht", so ihr Sohn, "sie hat noch überlegt, was sie mittags kochen soll".  Und Kuchen habe sie gebacken, für die Konfirmationsfeier des Bruders drei Tage später. "Davon hat sie nichts mehr essen können", sagt Lothar Habermehl, und der Blick wird feucht.

Die Mutter kehrt nie wieder zurück. Sie wird ins Gefängnis in der Hammelsgasse verlegt, von dort schreibt sie noch Briefe, mit Anweisungen wie "Ihr müsst auch mal die Fenster putzen". Mitte Juni wird sie abtransportiert. Monate später kommt die Nachricht, sie sei Ende Juli in Auschwitz "verstorben".

Der alte Herr in Offenbach findet nur schwer Worte, um zu beschreiben, was das damals für die Familie bedeutet hat. Ein "großer Schock" sei es gewesen, "aber es war ja Krieg. So viele Leute sind damals nicht wieder gekommen." Das Grauen ist überall und endet einfach nicht: Die Großmutter, die geholt wird, um nach dem Verschwinden der Mutter den Haushalt zu führen, wird bei einem Luftangriff im September 1943 getötet.

Welche Rolle hat die jüdische Religion für Marth Habermehl gespielt? Keine, sagt ihr Sohn: "Ihre Eltern waren nur von ihrer Herkunft her Juden, in die Synagoge sind sie nie gegangen". Eine sehr gläubige Christin sei seine Mutter gewesen, noch im Gefängnis habe sie gebetet, mit anderen Frauen dort. Und sie habe sich sehr engagiert in der Lukasgemeinde: "Wir hatten ein gutes Verhältnis zu Pfarrer Georgi." Der gehört der Bekennenden Kirche an, anders als der damalige Mitpfarrer Wolfgang Haas und der mit der NSDAP sympathisierende Kirchenvorstand. Die Lukasgemeinde ist gespalten, wie viele evangelische Gemeinden damals.

So unwichtig ihre jüdische Herkunft für Martha Habermehl ist, den Lebensweg ihrer Söhne durchkreuzt sie massiv, dafür sorgt der NS-Rassenwahn. Lothar kann gerade noch den Abschluss auf der Deutschherren-Mittelschule machen, sein jüngerer Bruder wird der Schule verwiesen. Lothars Bewerbung um eine Ausbildung bei der Metallgesellschaft wird abgewiesen, "weil ich Mischling ersten Grades sei. Das war eine Riesenenttäuschung." Im Arbeitslager Derenburg muss er "stoppeln", also im Gleisbau Steine schleppen. Aber er erinnert sich auch an "gewisse Freiheiten, die wir da hatten. Wir konnten ab und zu raus, ich hatte bald schon eine Freundin im Dorf."

Und nach dem Krieg? Ingenieursstudium, Einstieg in den väterlichen Schuhandel, Heirat, drei Kinder, Hauskauf in Offenbach. Ein ganz normales Leben also.Mit ein paar kleinen Besonderheiten allerdings. Da ist Lothar Habermehls Tante, die in Israel lebt. Die Schwester seiner Mutter konnte 1938 gerade noch ausreisen. Bis zu ihrem Tod  hat er sie zweimal besucht, von dort hat das Shalom-Täfelchen mitgebracht.

Und noch etwas ist anders bei den Habermehls: Fürs Plätzchenbacken zu Weihnachten ist seit Jahrzehnten Vater Lothar zuständig. Angefangen hat er damit im Jahr 1943, "dem ersten Weihnachten, als unsere Mutter nicht mehr da war."







Sonntag, 17. März 2013

Ein gutes Buch...

Dreierlei ist notwendig für ein gutes Buch: Talent, Kunst und Handwerk, das heißt Natur, Gewandtheit und Übung.
Joseph Joubert

Viehmarkt - Die Würde des Menschen ist unantastbar....

"...Wir haben aber auch eine wahnsinnige Unruhe. Unsere Spieler werden angeboten wie auf dem Viehmarkt. Normalerweise ist bei uns Ruhe, jetzt aber kommen diese üblen Mechanismen, die dann da sind, von Händlern und Zwischenhändlern."
Christian Streich, Trainer Freiburg
FAS 17. März 2013 Nr 11 14 Sport

Samstag, 16. März 2013

Respekt - Die Schweizer!


FAZ Samstag 16. März 2013 Nr 64 Seite 19

Bühlertal...dem Andenken von Gertrud Manz

Dein Gang über die Höhen
und Widerhall im Tal
auf Wegen allzumal
ein zärtliches Verwehen
wie Vogelwolkenflug
dein Gang über die Höhen

Das Haar im Märzenwind
Schnee auf Geäst und Stein
im Schattenwald allein
ich eine Spur noch find
ein zärtliches Verwehen
dein Haar im Märzenwind

zum Gruß - leichter als Träumen
ein Hauch im Schattenwald
gelöst von Leibgestalt
Irrwisch in allen Räumen
wie Vogelwolkenflug
vorbei - leichter als Träumen

Hans Keilson
Frankfurter Anthologie
FAZ Samstag 16. März 2013 Nr 64 Seite 31

Gedichtlesung

Jean Paul


  1. Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter von Günter de Bruyn, S. Fischer
  2. Jean Paul. Meister der zweiten Welt von Beatrix Langner, CH Beck
  3. Jean Paul. Das Leben als Schreiben von Helmut Pfotenhauer, Carl Hanser
  4. Jean Paul: Erschriebene Unendlichkeit. Briefe. Markus Bernauer, Carl Hanser

Taskmanager...

6Wunderkinder is a young and innovative software startup founded by six friends in Berlin, Germany. 6Wunderkinder designs and develops cloud-based, platform independent productivity apps such as the popular Wunderlist, which has achieved more than 3.5 million registered users and 8.5 million downloads. For further information please head to www.6wunderkinder.com

Stolperstein...

...Der Ehemann, der gemeinsam mit den Kindern versuchte, Martha Habermehl von Weitem zu sehen, wurde von einem Polizeibeamten gefasst und zur Geheimen Staatspolizei bestellt. Dort misshandelte ihn der Sachbearbeiter Heinrich Baab und beschimpfte ihn mit den Worten „Judenknecht" und „Judenlümmel".
Martha Habermehl wurde am 14.6.1943 nach Auschwitz verschleppt. Dort war sie unter der Häftlingsnummer 26262 registriert. Sie kam am 23..7.19'43 ums Leben.

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Samstag, 2. März 2013

R.Science podcast

February 2013 - The Secret Life of Life
In this episode, we will span both the big and small, finding out more about our solar system and our genes. We hear about a mission to find life on one of Saturn’s moons and a quest to find the secrets of life and disease inside the human genome.

00:20 Professor Michele Dougherty, Discovery of a dynamic atmosphere at one of Saturn’s moons, Enceladus. (Public Lecture)
04:16 Dr Ewan Birney, What can we learn from our genes? (Café Scientifique)
08:24 Professor Adrian Bird, Genetic, Epigenetics and disease. (The Royal Society GlaxoSmithKline Prize lecture)
11:30 Prof. Dougherty: Why science?

Genetics, epigenetics and disease

The human genome sequence has been available for more than a decade, but its significance is still not fully understood. While most human genes have been identified, there is much to learn about the DNA signals that control them. This lecture described an unusually short DNA sequence, just two base pairs long, CG, which occurs in several chemically different forms. Defects in signalling by CG are implicated in disease. For example, the autism spectrum disorder Rett syndrome is caused by loss of a protein that reads methylated CG and affects the activity of genes. Mehr

Freitag, 1. März 2013

Was macht das gute Leben aus?

Edward Skidelsky: Ein Leben ist gut, meinen wir, wenn sieben Grundbedürfnisse befriedigt sind: Ein Mensch braucht Gesundheit, Sicherheit, Respekt, Entfaltung der Persönlichkeit, Harmonie mit der Natur, Freundschaft und Muße.

"Endloses Wachstum ist sinnlos"
Wieviel Wohlstand ist genug?
Elisabeth von Thadden im Gespräch mit dem Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky und seinem Sohn, dem Philosophen Edward Skidelsky
DIE ZEIT Nr 10 28. Februar 2013

"Wieviel ist genug? Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens"
Kunstmann Verlag München

Hochmut kommt vor dem Fall...

 "Mit diesem Spiel haben wir die Vormachtstellung im deutschen Fußball zurück, die deutschen Verhältnisse sind geklärt" (Hoeneß)